Dagmar R. Rehberg  - wortgeflechte
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Rezension von IXLIBRIS, Literaturzeitschrift für Deutschland:

Kuckuck-Leben mit der Lüge

Ein "Leben mit der Lüge" lebt Laura, nachdem ihre große Liebe zerbrochen ist, die einzige Zeit in ihrem Leben, in der sie jemals glücklich war. Weder ihr Elternhaus noch ihre schnell geschlossene Ehe konnten ihr das geben, was sie wirklich braucht: Mut, Selbstwertgefühl, Verständnis, das Bewusstsein, dass sie wirklich sie selbst sein kann. Doch ihre glückliche Zeit geht viel zu schnell vorbei.

Undenkbar oder Alltag, dass eine junge Frau von heute sich so unterordnet, Gewalt im Elternhaus als normal zu sehen lernt, sich vom Ehemann auf Pflichten und wenige Rechte reduzieren lässt? Dass Glück zerbrechlich sein kann und keine Garantie auf Dauer bietet, muss sicher nicht nur Laura lernen.

Trotzdem liest sich das Buch frisch und auch neu. Humor und Spannung sind fein ausbalanciert, trotz einer ganzen Reihe von Protagonisten verliert sich nie der rote Faden der Handlung. Und die Geschichte selbst erscheint dem Leser durchaus als realistisch: Liebeskummer, Ärger mit den Eltern im Jugendalter, Sehnsucht nach einem eigenen, ganz anderen Leben - das kennt jeder. Und trotzdem ist Lauras Geschichte etwas ganz Besonderes ...

Dagmar Rehbergs Erstlingswerk wurde während ihrer beruflichen Pause geschrieben, in der sie sich vor allem der Erziehung ihrer beiden Kinder widmete.

ker

 

Auszug aus einer Rezension der "Fundstücke 2005":

"Endlich die zwei wichtigsten, da literarisch gelungensten Beiträge: ...

... Ein wirkliches Fundstück ist >Arachne, die Spinne< von Dagmar R. REHBERG. Der Gedanke, in der Ich-Form von einer Spinne zu erzählen, überzeugt. Der Text bleibt haften und lässt die Fantasie aufwallen. Mit leiser Ironie geschrieben, zeigt das Fundstück Spieltrieb und Fabulierkunst. Kafka hätte es vielleicht auch so gemacht."

Dagmar R. Rehberg  | info[at]wortgeflechte.de